Absichtserklärung zum geplanten Bildungscampus in Glindow unterzeichnet

(red) Werder. Werders Bürgermeisterin Manuela Saß und der Vorstandsvorsitzende der Hoffbauer-Stiftung Frank Hohn haben am 28. September im Schützenhaus eine Absichtserklärung zum Bau eines Bildungscampus‘ in Glindow unterschrieben. Demzufolge will die Hoffbauer-Stiftung mit Unterstützung der Stadt Werder (Havel) und des Landkreises Potsdam-Mittelmark einen Bildungscampus mit Kita, Grundschule, Sek I und Sek II und einer Turnhalle errichten. „Hintergrund dieser Vereinbarung ist der Einwohnerzuwachs von Werder (Havel) und die damit einhergehende Erwartung an ein breiter aufgestelltes Bildungsangebot “, so Manuela Saß. Die kommunalen Kitas in Werder seien trotz neuer Einrichtungen ausgelastet, der Betrieb könne oft nur mit Ausnahmegenehmigungen aufrecht erhalten werden. Die Inselkita der Hoffbauer-Stiftung müsse mittelfristig wegen Brandschutzproblemen schließen. Ähnlich sei es bei den Grundschulen der Stadt, die neue Schüler in den kommenden Jahren nur noch bei maximalen Klassenstärken und maximaler Zügigkeit aufnehmen können. Mit der Hoffbauer-Stiftung habe man einen Träger gewinnen können, der eine zusätzliche Farbe in die Bildungslandschaft der Stadt bringe. „Die Hoffbauer-Stiftung ist gern bereit, ihre Erfahrungen in der Entwicklung von Bildungszentren auch in Werder einzubringen“, erklärte Frank Hohn. Evangelische Bildungseinrichtungen wie zum Beispiel am Hoffbauer Campus in Kleinmachnow und Mahlow schließen nicht nur Lücken in der Bedarfsplanung, sie  bereichern mit ihren pädagogischen Konzepten und dem evangelischen Profil das Bildungsangebot und entsprechen dem Bedürfnis vieler Familien nach pädagogischer Vielfalt.“

Der „Letter Of Intent“ ist im Dezember 2016 von den Werderaner Stadtverordneten beschlossen worden. Im Juni 2017 folgte ein Aufstellungsbeschluss für ein Bebauungsplanverfahren. Die Stadt hat sich in der Absichtserklärung bereit erklärt, Planungsrecht zu schaffen. Durch das Bebauungsplanverfahren soll ein viereinhalb Hektar großes Grundstück an der L90 in Höhe der Glindower Tankstelle als „Sondergebiet Bildung“ festgesetzt und in eine geordnete städtebauliche Entwicklung geführt werden. Fragen der Erschließung, des Naturschutzes und sonstiger Auswirkungen sollen aufgeklärt und abgewogen werden. Im Glindower Ortsbeirat gab es bereits eine frühzeitige Beteiligungsrunde für das Planverfahren. Auch ein erster Austausch mit den Behörden hat begonnen. Jetzt müsse es darum gehen, noch offene Fragen gemeinsam zu klären und zügig die Entwürfe der Bauleitplanung zu erarbeiten, so Bürgermeisterin Saß.  Nach der Billigung der Entwürfe durch die Stadtverordneten könne ins förmliche Beteiligungsverfahren eingetreten werden.

(Foto: Klix/Stadt Werder)