Händewaschen und Trocknen

Um sich in der kalten Jahreszeit vor Grippe und Erkältungen zu schützen, setzen viele Menschen auf Vitamine.

Eine weit sinnvollere Maßnahme gegen winterliche Tröpfcheninfektionen sind allerdings richtiges Händewaschen und Trocknen. Nach Angaben des Deutschen Beratungszentrums für Hygiene gelangen rund 90 Prozent aller Krankheitserreger über die Hände in unseren Organismus. Jedes Mal, wenn wir einen Kranken anfassen oder etwas, das er zuvor berührt hat, greifen wir eine Ladung seiner Keime auf. Reicht uns jemand die Hand, in die er zuvor hineingenießt hat, gibt er etwa eine Million Viren weiter. Weil wir uns laut einer Studie der Universität von Kalifornien unbewusst mindestens alle vier Minuten mit den Fingern ins Gesicht fassen, dringen die Erreger anschließend über Augen, Nase oder Mund in den Körper ein.
Wir werden krank. Wäscht und trocknet sich unser erkältetes Gegenüber hingegen vor der Begrüßung die Hände, wechseln lediglich 100 statt einer Million Viren den Wirt – zu wenig für eine Infektion. Auch der Präventivmediziner Prof. Dr. Thomas Kurscheid empfiehlt daher Handhygiene als erstes Mittel zur Krankheitsprophylaxe. „Klar sollte jeder ausreichend Vitamine zu sich nehmen – aber das ist nicht genug“, erklärt der Gesundheitswissenschaftler. Am Waschbecken seien zwei Dinge wichtig: Erstens nicht nur Wasser, sondern auch Seife zu verwenden. Und zweitens die Hände im Anschluss vollständig zu trocknen. „Bakterien fühlen sich besonders in feucht-warmem Klima wohl.
(spp-o)