Whisky, Salz und Auberginen

IGW: „Werder Tag“ am 21. Januar in der Brandenburghalle

(red) Werder/Berlin. „Zum Baumblütenfest kommt Berlin nach Werder (Havel), bei der Grünen Woche ist es andersrum“, sagt Werders Bürgermeisterin Manuela Saß. Zur anstehenden Ernährungsschau werden Werderaner Bauern, Gärtner und Unternehmen vom 19. bis 28. Januar wieder ihre Produkte und kulinarischen Neuheiten in der Brandenburghalle präsentieren. Die Unternehmen aus der Blütenstadt stehen auch im Fokus des traditionellen Werdertags am Sonntag, den 21. Januar 2018. Mit dem Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr, Tanz- und Gesangsgruppen der Karnevalsclubs in Werder, Glindow und Töplitz, dem Radsportverein Borussia, der Tanzgruppe Vizavi aus Werder oder der Linedancegruppe der SG Töplitz wird dann wieder gemeinsam, beginnend um 10 und um 13 Uhr, ein buntes und interessantes Bühnenprogramm gestaltet. Auch Werders Baumblütenkönig Christin Schiffner gibt sich die Ehre.

In der Brandenburghalle als Aussteller dabei ist wieder die Werder Frucht GmbH, die sich vor allem die Vermarktung heimischer Früchte auf die Karten geschrieben hat und den traditionellen Obst- und Gemüsebau fördert. Die Gäste der Grünen Woche sollen damit vertraut gemacht werden, dass künftig Auberginen aus Brandenburg angeboten werden können. „Mit der Gewächshauspaprika, die ja auch nicht regionaltypisch ist, haben wir großen Erfolg“, sagt Werder-Frucht-Geschäftsführerin Petra Lack. Jetzt soll es mit dem subtropischen Nachtschattengewächs klappen: Beginnend in diesem Jahr will Werder Frucht in der neuen Gewächshausanlage in Fretzdorf Auberginen anbauen. Bei der Grünen Woche wolle man zeigen, was man mit den Früchten alles anstellen kann. Die Angebotsvielflat von Werder Frucht wird auch mit leckeren Smoothies vermittelt.

Für den traditionellen Werderschen Obstbau gehört die Grüne Woche zu den wichtigsten Terminen des Jahres. Er ist auch in Form des Werderschen Obst- und Gartenbauvereins mit einem Ausstellungsstand präsent. Im Jahr des Stadtjubiläums 2017 ist der Verein um sieben neue Mitglieder auf 43 gewachsen, sagt Vereinsvorsitzender Walter Kassin. Die starke Mannschaft werde für Vereinsaktivitäten, wie die Schuffelgärten am Galgenberg, den wöchentlichen Frischemarkt am Strengfeld mit seinen zahlreichen Festen oder die Beratung von Hobbygärtnern gebraucht. Bei der Grünen Woche wird man über diese und andere Aktivitäten an einem neu gestalteten Stand informieren. Obstwein, Äpfel und Birnen können gekostet werden und diesmal auch alkoholfreie Bowle aus Werderaner Kirschen und Erdbeeren.

Der Verein zur Förderung des historischen Weinbaus in Werder ist seit Jahren ein nachgefragter Anbieter der Berliner Ernährungsschau. Er wird mit beliebten Klassikern des Werderaner Wachtelbergs wie Müller Thurgau, Regent und Dornfelder vertreten sein, sagt Vereinschefin Kerstin Otto. Fünf Jahre nach der Aufrebung des Werderaner Galgenbergs können auch von dieser wiederbelebten Lage wunderbare Weine auf der Grünen Woche vorgestellt werden. Außerdem werde man für die Brandenburger Jungweinprobe werben, die in diesem Jahr am 13. April in der Potsdamer Schinkelhalle stattfinden wird.

Die Christine Berger GmbH & Co. wird von ihrem Sanddornhof als ganz besondere Messeneuheit ein Sanddorn-Rapsöl präsentieren. Das Öl wird in Zusammenarbeit mit der Ölmühle Rädigke hergestellt. Im Unterschied zu vielen gewöhnlichen Öl-Produkten ist das Sanddorn-Rapsöl von „Sandokan“ nicht nur mit Sanddorn aromatisiert. Es enthält satte fünf Prozent reines Sanddornfruchtfleischöl aus eigenem biozertifiziertem Anbau, informiert Co-Geschäftsführerin Dorothee Berger. Über das Sanddorn-Rapsöl hinaus könne am Stand der Werderaner Sanddorn-Spezialisten eine große Auswahl von Sanddorn- und Wildfrucht-Delikatessen gekostet werden.

Die Weihnachtsbaumkäufer beim Werderaner Tannenhof haben wieder fleißig für das SOS-Kinderdorf Brandenburg (Havel) gespendet, so kann auch in diesem Jahr zum Werdertag ein Spendenscheck an die Partnereinrichtung übergeben werden. Die Besucher des Tannenhof-Standes können sich auf Tannenlikör, Tannennektar, Tannenhonig, ein neues Tannencocktail, Marmeladen und weitere Köstlichkeiten freuen. Außerdem werde ein Testballon gestartet, verraten Tannenhof-Inhaber Karin Lorenz und Gerald Mai. Erstmals wird Werdersches Kräutersalz und Ringelblumensalbe für Besucher der Grünen Woche bereitgehalten. Kräuter und Ringelblumen wurden dazu probehalber auf der Plantage angebaut und verarbeitet. Vielleicht wird das ein neues Standbein, zwischen den Tannen gebe es noch Platz.

Mit der Herbafood Ingredients GmbH wird ein kompetenter Anbieter von hochwertigen Lebensmittelzutaten pflanzlicher Herkunft in der Brandenburghalle vertreten sein. Das Unternehmen aus Werder bietet Produkte, die mit innovativer Lebensmitteltechnologie die naturbelassene Zubereitung von Speisen ermöglichen. Mit BASIC textur, BASIC gel, BASIC sweet und BASIC colour, BASIC flavour ist Herbafood Ingredients mit kleinen Kochhelfern für die Freunde der guten Küche präsent – zum Textieren, Gelieren, Süßen oder geschmacklich abrunden.

Obstbrände, Obstliköre und den echt Brandenburger Glina-Whisky bietet Schultzens Siedlerhof an seinem Stand. Seit knapp zwei Jahren lädt der traditionsreiche Obsthof aus dem Werder-Ortsteil Glindow, der sich auf Hochprozentiges von Baum und Acker spezialisiert hat, in seine neue Whisky-Erlebniswelt. Das neue Angebot wird sehr gut angenommen, besonders die Whisky-Abende sind beliebt, wie es aus dem Unternehmen heißt. Glina-Whisky wird schon seit einigen Jahren in dem Familienbetrieb von Günter und Michael Schultz erfolgreich gebrannt. Nach einer Kostprobe bei der Grünen Woche konnte man schon viele Berliner vom Hochprozentigen aus der Mark und einem Besuch des Siedler-Hofs überzeugen.

Der Obst- und Gartenbau habe mit der Ernährungswirtschaft einen enormen Stellenwert für die Werderaner Wirtschaft und sei eng mit den Traditionen wie dem Baumblütenfest verwoben, sagt Bürgermeisterin Manuela Saß. „Die zahlreichen Aktivitäten und Investitionen der Unternehmen zeigen nicht nur, dass in Werder erfolgreich gewirtschaftet wird, sondern auch, dass es noch Luft nach oben gibt.“