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Ausgabe 164 · 27. Februar 2026                     www.werder-life.de                                           Seite 6
              „Sie ist der Kleber“ – Abschied von Schulleiterin Ines Lenius



                                                        nachgefragt  ist.  Ein  gemein- Die  Grund-  und  Oberschule  das Bestandsgebäude renoviert
                                                        samer  Campus.  Einer  der  für  Werder  wurde  Schule für  Ge- und saniert. „Die Schüler ach-
                                                        sie wichtigsten  Schritte: Im  meinsames  Lernen. Kinder  ten, was sie hier haben“, sagt
                                                        Sommer 2009 fusionierten die  mit  und  ohne sonderpädago- Ines Lenius.  Das  gelte ebenso
                                                        Dümichen-  Grundschule  und  gischen Förderbedarf lernen  für Lehrer. Ein Kraftakt war der
                                                        die Carl- von- Ossietzky- Ober- gemeinsam.  „in  einer Schu- Ausbau des Dachgeschosses zu
                                                        schule  zur  Grund-  und  Ober- le für  alle Kinder“,  wie  es im  einem  großen  Lehrerzimmer.
                                                        schule Carl von Ossietzky. Das  Motto  der  Schule  heißt.  Der  Heute arbeiten  67 Lehrkräfte
                                                        neu gegründete Schulzentrum  Lehrerstundenpool  wurde  er- und zehn weitere Mitarbeiter
                                                        gehörte damit  zu  den  ersten  weitert, Fortbildungen organi- auf dem Campus. Zum Schul-
                                                        Schulen in  Brandenburg,  die  siert.  Teamteaching,  kleinere  alltag  gehörte  für  Ines  Leni-
                                                        diesen Weg gingen.  Eine ge- Lerngruppen  und  feste  Team- us mehr als der Unterricht:
                                                        meinsame  Organisationsstruk- zeiten mit Lehrern, Sozialar- Blütenchor  und  Havelbienen,
                                                        tur entstand, ein gemeinsamer  beitern und Sonderpädagogen  Sportangebote von Elfenschule
        Nach 40,5 Dienstjahren, davon 16,5 Jahre als Schulleiterin in   Campus,  neue pädagogische  gehören heute zum  Alltag.  bis Ninja-Wettkämpfe, der jähr-
        Werder (Havel), endet eine prägende Zeit für die Schule. Ines   Spielräume. Der Grundschul- „Für  das  Team  des  Schulzent- liche Sponsorenlauf  mit  dem
        Linius wurde am 28. Januar 2026 in den Wohlverdienten Ru-  teil wurde gesichert.  Das Mo- rums Werder ist Inklusion eine  Förderverein.  Zuletzt kamen
        hestand verabschiedet.                Foto: Privat  dell fand  über  Werder  hinaus  Haltung!",  sagt  Ines Lenius,  dabei mehr als 5.000 Euro zu-
                                                        Beachtung  und  wurde  später  Inhaltlich schärfte die Schu- sammen.   Einschulungen  und
        (red)  Werder. Sie hat die  det. Nach  40,5 Dienstjahren,  Vorbild für weitere Fusionen in  le  ihr  Profil.  Der  naturwis- Abschlüsse  werden  bewusst
        Grund-  und  Oberschule  Carl  davon 16,5 Jahre als Schullei- Brandenburg.  Für  Ines Lenius  senschaftliche  Schwerpunkt gefeiert, manchmal spielt die
        von Ossietzky  entscheidend  terin  in  Werder (Havel), en- war das vor allem ein Weg zu  wurde ausgebaut,  die frühe  Lehrerband. Bei solchen An-
        mitgeprägt.  Nach 16,5 Jahren  det eine prägende Zeit für die  mehr Kontinuität.   Berufsorientierung  gestärkt. lässen spürt man: Lehrer, Mit-
        in  Werder (Havel) geht Ines  Schule. Was gute Schulleitung  Grund-  und  Oberschule  unter  Das Leitbild beruht auf indivi- arbeiter  und  Schüler  stehen
        Lenius in den Ruhestand. „Sie  ausmacht?  „Fachkompetenz, einem Dach brachten Ruhe in  duellem Fördern und Fordern.  hinter dieser Schule.
        ist der Kleber. Sie hält hier alles  Struktur,  Empathie  und  ge- den Schulalltag. Lehrkräfte  Alle Grundschüler  haben  An- In den vergangenen  Wochen
        zusammen.“ So beschreibt eine  sunder  Menschenverstand“, begleiteten  Klassen über die  spruch  auf  einen  Platz  in  der  hat Ines Lenius ihr  Büro ge-
        junge Kollegin bei einer kurzen  sagt Ines Lenius.  Diese Hal- Grundschule hinaus bis in die  weiterführenden  Stufe, viele  räumt.  Jetzt  bleibt mehr  Zeit
        Begegnung vor dem Sekretari- tung prägte ihre Arbeit. Als sie  Sekundarstufe.  Übergänge wechseln nach dem Abschluss  fürs  Camping,  fürs  Lesen,  für
        at ihre Chefin. Sie sei traurig,  2009  die Leitung übernahm,  wurden  nicht  als Brüche  er- ins  Oberstufenzentrum  Wer- Kunst und für die Enkelkinder.
        dass  Schulleiterin  Ines Lenius  besuchten  rund  520 Schüler  lebt, sondern als Entwicklung.  der (Havel). Raum für Schule.  Ines Lenius hinterlässt eine
        die  Grund-  und  Oberschule  den Campus, der Grundschul- Gemeinsames  Lernen.  2018  Auch räumlich entwickelte sich  Schule, die gewachsen ist –
        Carl von Ossietzky verlässt. Am  bereich stand  vor dem Aus.  folgte nach  einem  umfangrei- die Schule weiter. Der Grund- pädagogisch und baulich. Und
        28.  Januar  wurde  die  63-Jäh- Heute lernen mehr  als  800  chen  Bewerbungsverfahren schulbereich bekam einen mo- ihre Nachfolge? „Ich denke, es
        rige bei einem Abschiedsfest  Kinder und Jugendliche an der  ein  weiterer Meilenstein, der  dernen  Erweiterungsbau,  die  wird im Sinne der Schule wei-
        in  den Ruhestand verabschie- Schule, die seit Jahren  über- heute den Schulalltag prägt:  Sportflächen wurden erneuert,  tergehen.“
                                    Jetzt entscheidet sich das Frühjahr


                                            Warum frühe Planung und Pflanzung so wichtig sind
        (akz-o)  Der  Winter  zeigt  sich  Mit dem nahenden Frühjahr  des BdB. „Dabei gilt für Gehöl-
        noch  einmal frostig,  doch  wächst  auch  das  Angebot in  ze:  Je früher  sie  im  Frühjahr
        unter  der  scheinbaren  Ruhe  den Gartencentern.  Die Palet- gepflanzt  werden,  desto  bes-
        beginnt bereits die Vorberei- te reicht  vom klimaresilien- ser können sie  einwurzeln.“
        tung auf das kommende Gar- ten Hausbaum  über blühende  Früh gesetzte Bäume  und
        tenjahr.  Viele Gärten  werden  Ziergehölze bis hin zu Hecken- Sträucher  nutzen die  natür-
        jetzt genau betrachtet: Welche  pflanzen, die dem Garten klare  liche Bodenfeuchte und ent-
        Gehölze haben die Kälte gut  Strukturen  verleihen. Gehölze  wickeln bis  zum  Sommer ein
        überstanden,  wo sind  Lücken  übernehmen dabei viele Aufga- kräftiges  Wurzelsystem.  Das
        entstanden  und  welche  Pflan- ben gleichzeitig:  Sie gliedern  ist ein klarer Vorteil in Zeiten
        zen könnten künftig für mehr  den  Gartenraum,  spenden zunehmend trockener Sommer
        Struktur, Blüten oder Schatten  Schatten, bieten Sichtschutz  (www.gruen-ist-leben.de).
        sorgen? Der Bund deutscher  und schaffen wertvolle Lebens- Begrenzte Bestände er-
        Baumschulen (BdB) e. V. emp- räume für Vögel und Insekten. fordern rechtzeitige Ent-
        fiehlt,  diese  ruhigen  Wochen  Besonders gefragt sind derzeit  scheidungen
        gezielt für Planung und Vorbe- Heckenpflanzen.  Sie  wachsen  Bäume und Sträucher wachsen
        reitung zu nutzen.      dicht,  sind  vielseitig einsetz- über viele Jahre in den Baum-
        Der Winter 2025/26 war zwar  bar und bilden einen ruhigen  schulen heran. Gleichzeitig ist
        nicht  außergewöhnlich  lang,  grünen Rahmen für Beete und  die Nachfrage aus Kommunen,
        brachte  aber einzelne star- Stauden. Ziergehölze ergänzen  Unternehmen  und  privaten
        ke Frosttage mit  sich.  Gerade  das Bild mit Blüten, Früchten  Gärten  hoch.  Bei  beliebten
        junge  Gehölze  oder  Pflanzen  oder markanten Wuchsformen  Arten sind  die  Stückzahlen
        an  exponierten  Standorten  und setzen gezielt Akzente.  daher  begrenzt.  Noch  ist  die
        reagieren  darauf  empfindlich.  Früh  pflanzen – besser  Auswahl gut, doch mit Beginn
        Umso sinnvoller ist es, frühzei- durch  den Sommer kom- der  Pflanzsaison  leert  sie  sich
        tig Entscheidungen zu treffen –  men            schnell.                Foto: Felixpeopleimages.com/stock.adobe.com/akz-o
        noch bevor mit den ersten mil- „Viele Gartenbesitzer  warten  Der  BdB  empfiehlt,  die  ver-
        den Tagen die Nachfrage nach  mit Pflanzungen, bis es dauer- bleibenden Winterwochen  für  früh  entscheidet,  profitiert  besten Startbedingungen – für
        Gehölzen deutlich steigt.  haft warm ist“, erklärt Markus  Planung, Beratung und Pflanz- von  größerer  Auswahl  und  das kommende Gartenjahr und
        Vielfalt für jeden Garten  Guhl,  Hauptgeschäftsführer vorbereitung  zu  nutzen.  Wer  verschafft  den  Pflanzen  die  weit darüber hinaus.
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